Gemeinde Lauenbrück
    Gemeinde Lauenbrück

Moor und Heide

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren Moor und Heide die dominierenden Bestandteile unserer Landschaft. Vor allem in den Randbereichen der Gemarkung erstreckten sich scheinbar endlose, weitgehend gehölzfreie Ödlandflächen, die aufgrund ihrer Nährstoffarmut oder wegen der Staunässe nicht landwirtschaftlich zu nutzen waren.

In der Heidebauernzeit zogen riesige Schafherden in Moor und Heide und weideten auf den mageren Flächen. In mühseliger Arbeit wurde Torf gestochen und Plaggen für die Viehställe und als Dünger gehauen. Von den großen Bienenständen, die einst hier standen, zeugen heute nur noch Flurnamen.

Vor allem nach 1945 ist der größte Teil der Heideflächen nach Tiefumbruch und Düngung als Grün- und Ackerland in Kultur genommen worden. Das Steinbecker Moor wurde zudem bis Ende der 1990er-Jahre großflächig maschinell abgetorft (Bilder der alten Torfbahn finden Sie hier).

Große Teile des Moores blieben danach aber ungenutzt erhalten und zeigen heute wieder einen naturnahen Charakter mit Gagelgebüschen, Pfeifengras, Moorbirkenwäldern und Moorheiden. In Teibereichen fängt auch das moorbildende Torfmoos wieder an zu sprießen. Trockene Calluna-Heideflächen finden sich dagegen nur noch kleinflächig in den Randbereichen unserer Moore oder in der Vareler Heide zwischen Lauenbrück und Scheeßel.
Weg ins Steinbecker Moor

Bilder aus Moor & Heide bei Lauenbrück
Ehemalige, wiedervernässte Abtorfungsfläche im Steinbecker Moor
Ehemalige Abtorfungsfläche im Steinbecker Moor mit Gagelsträuchern und Pfeifengras
Am Rande des Steinbecker Moors mit Blick auf das Große Holz bei Ostervesede
Flächenbrände schufen im Frühjahr 2008 und 2009 große Brandblößen im Moor
Wollgras und Sumpfcalla aus dem Moor bei Lauenbrück
Glockenheide - Charakterpflanze der Moorheiden bei Lauenbrück
Der Sonnentau ist ein insektenfressender Hochmoorspezialist und kommt nur noch an wenigen Stellen bei uns vor.
Kiefernreihe am Rand des Steinbecker Moors
Im Grenzgebiet zwischen Lauenbrück und Scheeßel liegte das Landschaftsschutzgebiet Vareler Heide, mit Wacholdergebüschen, Callunaheiden und Binnendünen.
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